
Wer Gold hat, hat immer Geld.
Im Gegensatz zum Papiergeld kann der Wert von Gold nie auf Null zurückgehen. Gold kann auch nicht durch die Politik entwertet werden. Überdies lässt sich Gold leicht bearbeiten und verliert niemals an Schönheit (Übrigens: Der Ursprung des Wortes Gold geht zurück auf die indoeuropäischen Ursprache und bedeutet Glanz).
Gold, aber auch andere Edelmetalle, haben sich in Krisenzeiten als stabile „Währung" erwiesen. In „guten" Zeiten fragt niemand danach, aber sobald die Luft dünner wird, fliehen vorausschauende Anleger in Goldanlagen. Je mehr Geld die Notenbanken drucken, desto mehr investieren die Anleger in Gold. Deshalb wunderte sich niemand mehr, als der Goldpreis am 13.03.2008 erstmals in seiner Geschichte die Marke von 1.000 US-Dollar übersprang. Inflationsängste, aber auch die gewaltige Nachfrage aus den USA, Indien und China, sorgten für diesen ungebremsten Preisanstieg. Das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht.
„Der Reiz von Gold liegt in seiner Funktion als Wertbewahrer. Der Preis kann, wie gesagt, niemals auf Null fallen, weil Gold einen inneren Wert hat." Im Gegensatz zum Papiergeld ist Gold nicht beliebig vermehrbar, deshalb ist es so interessant. Schätzungen gehen davon aus, dass in der gesamten Menschheitsgeschichte rund 155.500 Tonnen Gold geschürft wurden. Würde man alles zusammenschmelzen, käme ein Würfel mit nur 20 Metern Kantenlänge heraus. Allerdings lassen sich aus einem Gramm Gold rund drei Kilometer Golddraht herstellen. Experten sind der Meinung, dass in rund 20 Jahren alles Gold der Erde geborgen ist. Danach wird es nie mehr neues Gold geben. Diese eindrucksvolle Erkenntnis wird sicher dazu beitragen, dass der Goldpreis noch stärker steigt.
Rund 18 Prozent der Gesamtmenge des Goldes, ca. 28.600 Tonnen, gehören den Zentralbanken und anderen Institutionen. Die USA sind mit 8.133 Tonnen der größte Goldbesitzer der Welt, gefolgt von Deutschland (3.428 Tonnen), dem Internationalen Währungsfonds (3.217 Tonnen) und Frankreich (2.892 Tonnen). Rund 16 Prozent des Goldes liegen in Form von Barren und Münzen in den Tresoren privater Investoren. Der Rest des Goldes wird industriell verwertet, wie z.B. für Schmuck und Computerchips. Eine Anmerkung am Rande: Schätzungsweise 2 Prozent des gehobenen Goldes sind mittlerweile wieder in den Boden zurückgewandert, und zwar in Form von Eheringen und Goldzähnen Verstorbener.
Unter diesem Gesichtspunkt bekommt die Redensart „Nur Bares ist Wahres" eine ganz andere Bedeutung. Cash, also Bargeld, hat aber auch den Vorteil, dass Sie zu jeder Zeit handlungsfähig sind. Sie können schalten und walten wie Sie möchten. Bei Anlagen in geschlossene Fonds oder bei Versicherungen geben Sie diese Freiheit preis. Vermögende Zeitgenossen meiden diese Form der Kapitalanlage und nutzen stattdessen den Cost-Average-Effekt. Sie kaufen quartalsweise eine Goldtranche, egal zu welchem Preis. Sie wissen, auf „bessere" Preise zu warten ist genauso sinnlos, wie auf sinkende Kraftstoffpreise zu hoffen oder den besten Zeitpunkt für Aktienkurse zu erwischen. Wenn Sie Gold regelmäßig nachkaufen, ergibt sich ein Durchschnittswert in Ihrem Depot. Wenn Sie jedes Jahr eine Unze Gold zum Höchstpreis gekauft hätten, dann hätten Sie dafür in 2000 "nur" 260 US-Dollar gezahlt, im Jahre 2009 immerhin 1.080 US-Dollar. Nach 9 Jahren hätten Sie insgesamt rund 5.700 US-Dollar gezahlt. Doch durch den Cost-Average-Effekt ergibt sich für Sie eine andere Rechnung. Denn Ihr Depot notiert nun im Plus, und zwar mit rund 9.700 US-Dollar. Diese Rechnung geht in Krisenzeiten auf, weil die Nachfrage den Preis anheizt. Dagegen kam der Goldpreis in "Friedenszeitens" nicht vom Fleck weg. Anleger verdienten damit keinen Cent und genau hier liegt das Problem: Gold wirft keine Renditen ab. Doch in Zeiten wie diese sollten Sie nicht an Renditen denken. Hier hat die Sicherung Ihres Vermögens höchste Priorität.
In der Presse ist immer wieder zu lesen, dass der Goldpreis den höchsten Stand in seiner Geschichte erreicht hat. Das stimmt nicht! Denn bei dieser Betrachtung werden Inflation und Währungskurs einfach ausgeblendet. Diese Faktoren müssen bei allen Preisvergleichen berücksichtigt werden, um zu keiner falschen Einschätzung zu kommen. Deshalb vergleichen errfolgreiche Anleger die heutigen Rohstoffpreise nicht einfach mit denen von vor z.B. 30 Jahren. Sie bereinigen die Zahlen um die Inflation und den Wechselkursen. Der Höchstpreis des Goldes notierte 1980 beim heutigen Dollarwert von rund 2.270 Dollar. Ende 2009 notierte der Goldpreis bei rund 1.000 US-Dollar. Damit dürfte sich der Goldpreis also noch mehr als verdoppeln, bevor ein tatsächliches Allzeithoch erreicht werden würde.
Aristoteles S. Onassis: "Dem Geld darf man nicht nachlaufen, man muß ihm entgegenkommen."
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Lesen und lernen Sie u. a.:
- Warum das Geld nichts mehr
wert ist
- Warum es so wichtig ist, sich
mehr ums sein Geld zu kümmern
- Warum nur noch Sachwerte
Sicherheit bieten
- Warum Aktien die
Krisengewinner sind
- Warum u. a. Gold wichtig ist
- Warum die Politik nicht die
Wahrheit sagt
- Warum es so wichtig ist, das
Leben JETZT zu genießen
- Wie Sie ein passives Ein-
kommen aufbauen